Der Segway-Ninebot MAX G2 D in Kürze
Der Segway-Ninebot MAX G2 D ist die deutsche Version des MAX G2, eines der bekanntesten Pendler-Scooter von Segway-Ninebot. Das „D“ steht für die auf 20 km/h begrenzte Ausführung, die für den deutschen Markt bestimmt ist. Bei Amazon kostet er derzeit preis ansehen und hat eine Durchschnittsnote von 4,2 von 5 Sternen aus 821 Bewertungen. Das ist eine breite Basis, die auf viele zufriedene Käufer schließen lässt.
Was den MAX G2 D auszeichnet, ist das Gesamtpaket: ein großer Akku mit 551 Wh, eine Federung an beiden Rädern, Blinker vorn und hinten und selbstdichtende Reifen. Der Preis dafür ist das Gewicht von gut 24 kg.
Wir haben die Angaben der offiziellen Segway-Produktseite, die Produktbeschreibung bei Amazon und einen ausführlichen Bericht von Notebookcheck zusammengetragen und ordnen sie ein. Selbst gefahren sind wir den Scooter nicht.
Technische Daten laut Hersteller
| Merkmal | Segway-Ninebot MAX G2 D |
|---|
| Motor | Hinterradmotor, 450 W Nennleistung, 900 W maximal |
| Höchstgeschwindigkeit | 20 km/h |
| Fahrmodi | Eco, Drive, Sport, dazu ein Schiebemodus |
| Akku | 551 Wh (15.300 mAh), Smart-BMS |
| Reichweite | bis 70 km (bei 15 km/h), bis 55 km (bei 20 km/h) |
| Ladezeit | ca. 6 Stunden, integriertes 3-A-Ladegerät |
| Steigfähigkeit | bis 22 % |
| Bremsen | Trommelbremse vorn, elektronische Bremse hinten |
| Federung | hydraulisch vorn, Doppelfeder hinten |
| Reifen | 10 Zoll, schlauchlos, selbstdichtend |
| Wasserschutz | IPX5 (Scooter), IPX7 (Akku) |
| Gewicht | 24,3 kg |
| Max. Fahrergewicht | 120 kg |
| Maße aufgeklappt / gefaltet | 1210 × 570 × 1264 mm / 1210 × 570 × 605 mm |
| Licht | Frontlicht 2,1 W, LED-Rücklicht, Bremslicht |
| Blinker | integriert, vorn und hinten |
| Extras | TCS, Apple „Wo ist?“, App, Halter für Versicherungsplakette |
| Mindestalter laut Hersteller | 16 Jahre |
Motor und Fahrleistung
Segway gibt für den Hinterradmotor 450 W Nennleistung und 900 W maximale Leistung an. Diese Unterscheidung ist wichtig: Die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) begrenzt die Nenndauerleistung auf 500 W. Die 900 W sind eine kurzzeitige Spitzenleistung, etwa beim Anfahren oder am Berg, und für die Zulassung nicht maßgeblich. Mehr dazu erklären wir im Ratgeber Motor, Watt und Volt verstehen.
Die Steigfähigkeit liegt laut Hersteller bei bis zu 22 %. Das reicht für typische Brückenrampen, Tiefgaragen und hügelige Wohngebiete. Für sehr steile Strecken oder schwere Fahrer am oberen Rand der 120 kg ist der stärkere Segway GT3 D mit 30 % Steigfähigkeit die bessere Wahl.
Drei Fahrmodi (Eco, Drive, Sport) und ein Schiebemodus sind an Bord. Ein Tempomat fehlt laut Datenblatt. Das Traktionskontrollsystem (TCS) soll ein Durchdrehen des Hinterrads auf nassem Laub oder Kopfsteinpflaster verhindern, ein sinnvolles Detail für den Herbst und Winter.
Akku, Reichweite und Laden
Der Akku hat 551 Wh und ist damit größer als bei vielen Scootern dieser Preisklasse. Segway nennt bis zu 70 km bei 15 km/h und bis zu 55 km bei Höchstgeschwindigkeit. Diese Werte entstehen unter günstigen Bedingungen. Notebookcheck kam im Sportmodus auf 41 km, was im Alltag realistischer sein dürfte. Für eine Pendelstrecke von 10 bis 15 km pro Richtung reicht das trotzdem bequem für zwei Tage.
Praktisch: Das Ladegerät ist im Scooter integriert. Sie brauchen also nur ein Netzkabel und kein externes Netzteil. Bei der Ladezeit widerspricht sich die Segway-Seite selbst: Im Datenblatt stehen rund 6 Stunden, im Beschreibungstext rund 5 Stunden. Über Nacht ist der Akku in jedem Fall voll.
Federung, Reifen und Fahrkomfort
Laut Segway arbeitet vorn eine hydraulische Federung, hinten eine Doppelfeder. Notebookcheck beschreibt beide Federungen als hydraulisch und lobt das Fahrgefühl als sehr komfortabel. Für Kopfsteinpflaster, abgesenkte Bordsteine und Wurzelaufbrüche auf Radwegen ist diese Kombination ein klarer Vorteil gegenüber ungefederten Einstiegsmodellen.
Die 10-Zoll-Tubeless-Reifen haben laut Hersteller eine Gelschicht, die Löcher bis 4 mm selbst abdichtet. Einen Plattfuß durch Glasscherben oder kleine Nägel muss man damit seltener fürchten. Größere Räder wie die 12 Zoll des Xiaomi E-Scooter 6 Max rollen allerdings ruhiger über Unebenheiten.
Bremsen und Sicherheit
Die eKFV verlangt zwei voneinander unabhängige Bremsen. Der MAX G2 D erfüllt das mit einer Trommelbremse vorn und einer elektronischen Bremse hinten. Trommelbremsen sind wartungsarm und unempfindlich gegen Nässe. Notebookcheck merkt aber an, dass viele Scooter mit Scheibenbremsen direkter und kräftiger verzögern als der G2. Wer Wert auf maximale Bremskraft legt, findet beim GT3 D oder beim Xiaomi 6 Max Scheibenbremsen vorn und hinten.
Bei der Beleuchtung punktet der Segway: Frontlicht, LED-Rücklicht, Bremslicht und integrierte Blinker vorn und hinten. Notebookcheck bezeichnet die Lichtausstattung als vorzüglich; die Blinker sitzen an den Lenkerenden. Laut Bundesverkehrsministerium werden Blinker für neu produzierte Elektrokleinstfahrzeuge ab 2027 Pflicht. Wer heute kauft, ist damit schon auf dem Stand der neuen Regeln, auch wenn Bestandsfahrzeuge ohne Blinker weiter fahren dürfen.
Hinzu kommen zertifizierte Reflektoren an Front, Seiten und Heck, eine Klingel und ein Halter für die Versicherungsplakette.
Alltag: Gewicht, Klappen, App
Mit 24,3 kg ist der MAX G2 D schwer. Notebookcheck nennt das Gewicht den größten Kritikpunkt; auch der Klapphebel braucht laut Bericht deutlichen Kraftaufwand. Wer täglich in den vierten Stock ohne Aufzug muss oder den Scooter oft in Bus und Bahn hebt, sollte das ernst nehmen. Für die Garage, den Keller mit Rampe oder den Kofferraum ist es unproblematisch.
Über die Segway-App sehen Sie Fahrdaten und Akkustand, außerdem lässt sich der Scooter mit Apple „Wo ist?“ koppeln und orten. Notebookcheck kritisiert die App als verschachtelt und langsam; für die Erstaktivierung ist sie trotzdem nötig. Ein USB-Anschluss fürs Handy fehlt laut Hersteller.
Was Sie rechtlich beachten müssen
Für alle E-Scooter mit Straßenzulassung gelten dieselben Grundregeln aus der eKFV: Mindestalter 14 Jahre, gültige Versicherungsplakette, Fahrt auf Radwegen oder, wo keine vorhanden sind, auf der Fahrbahn, keine Mitfahrer. Laut GDV läuft das Versicherungsjahr für E-Scooter vom 1. März bis zum 28. Februar. Der ADAC weist darauf hin, dass für E-Scooter dieselben Alkoholgrenzen wie für Autofahrer gelten, für Fahranfänger in der Probezeit und unter 21-Jährige 0,0 Promille. Eine Helmpflicht gibt es nicht.
Segway selbst empfiehlt für den MAX G2 D ein Mindestalter von 16 Jahren, also mehr als die gesetzlichen 14. Alles Weitere lesen Sie im Ratgeber Straßenzulassung, ABE und Versicherung.
Für wen eignet sich der MAX G2 D?
Gut geeignet für:
- Pendlerinnen und Pendler mit 10 bis 20 km pro Richtung, die nicht jeden Tag laden möchten.
- Fahrer auf schlechten Radwegen und Kopfsteinpflaster, die Federung an beiden Rädern schätzen.
- Alle, die Blinker, Bremslicht und Ortung schon ab Werk wollen.
Weniger geeignet für:
- Wer den Scooter oft Treppen hinauftragen oder in volle Züge heben muss.
- Fahrer über 120 kg.
- Wer die kräftigste Bremse sucht; Modelle mit Scheibenbremsen verzögern direkter.
Alternativen
Mehr Leistung, mehr Akku und Scheibenbremsen bietet der Segway GT3 D, allerdings mit fast 40 kg Gewicht und zu einem deutlich höheren Preis. Größere 12-Zoll-Reifen, Scheibenbremsen vorn und hinten und 130 kg Traglast hat der Xiaomi E-Scooter 6 Max. Wer weniger ausgeben möchte und auf die Hinterradfederung verzichten kann, schaut sich den Segway-Ninebot F2 Pro D II an.
Alle zehn Modelle im direkten Vergleich finden Sie in unserem E-Scooter-Vergleich 2026.
Unser Fazit
Der Segway-Ninebot MAX G2 D bringt einen großen Akku, Federung an beiden Rädern, selbstdichtende Reifen und eine vollständige Lichtanlage mit Blinkern in einen Scooter zu einem mittleren Preis. Mit 821 Bewertungen und 4,2 Sternen bei Amazon gehört er zu den am breitesten bewerteten Modellen im Vergleich. Die Schwächen sind bekannt: hohes Gewicht und eine Trommelbremse vorn, die weniger bissig ist als eine Scheibe. Wer damit leben kann, bekommt einen ausgereiften Alltags-Scooter für die tägliche Pendelstrecke.
Quellen