Bewertung

Segway-Ninebot F2 Pro D II: Bewertung 2026

Segway-Ninebot F2 Pro D II: 460-Wh-Akku, 900 W Spitzenleistung, Blinker, Traktionskontrolle und nur 17,3 kg. Stärken, Schwächen und für wen er passt.

Redaktion von Beste E-Scooter Veröffentlicht am
Segway-Ninebot F2 Pro D II

Segway-Ninebot F2 Pro D II

4,2

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Der F2 Pro D II ist ein leichter, gut ausgestatteter Pendler-Scooter mit Blinkern und solider Reichweite. Wer viel Kopfsteinpflaster fährt, vermisst eine Hinterradfederung.

Stärken

  • Mit 17,3 kg leichtester Erwachsenen-Scooter in unserem Vergleich
  • Integrierte Blinker vorn und hinten, Traktionskontrolle (TCS)
  • Selbstdichtende 10-Zoll-Schlauchlosreifen
  • Apple Find My und Alarm über die Segway-App

Schwächen

  • Nur vorne gefedert (30 mm Federweg)
  • Ladezeit von rund 8 Stunden
  • Herstellerangaben zur Hinterradbremse nicht einheitlich

Der Segway-Ninebot F2 Pro D II in Kürze

Die F2-Reihe ist bei Segway-Ninebot die Mittelklasse für Pendler: kleiner und leichter als ein MAX, besser ausgestattet als die Einsteigermodelle. Der F2 Pro D II ist die zweite Generation des F2 Pro in der deutschen Ausführung (das „D“ steht bei Segway für die Version mit deutscher Straßenzulassung). Gegenüber vielen günstigeren Rollern bringt er drei Dinge mit, die im Alltag zählen: integrierte Blinker, eine Traktionskontrolle und selbstdichtende Schlauchlosreifen.

Bei Amazon ist er zum aktuellen Preis bei Amazon gelistet. Käufer bewerten ihn dort im Schnitt mit 4,2 von 5 Sternen (185 Bewertungen).

Für diese Bewertung haben wir die offizielle Segway-Produktseite, die Produktbeschreibung bei Amazon und das ABE-Verzeichnis des Kraftfahrt-Bundesamts ausgewertet. Einen eigenen Fahreindruck haben wir nicht; wo sich Angaben widersprechen, weisen wir darauf hin.

Technische Daten laut Hersteller

MerkmalSegway-Ninebot F2 Pro D II
Höchstgeschwindigkeit20 km/h
Motorleistung450 W (Tabellenwert), 900 W Spitzenleistung
Steigfähigkeitbis 22 %
Akku460 Wh, 36 V, Smart-BMS
Reichweitebis 65 km (Eco), bis 50 km (Sport, 20 km/h)
Ladezeitca. 8 Stunden
Reifen10 Zoll, schlauchlos, selbstdichtend (Gelschicht), 60 mm breit
FederungDoppelfederung vorne, 30 mm Federweg
BremsenScheibenbremse vorne, elektronische Bremse hinten
SicherheitTCS-Traktionskontrolle, Blinker vorn und hinten, Bremslicht
Licht2,1-W-LED-Scheinwerfer, Leuchtweite bis 16 m
WasserschutzIPX5
Gewicht17,3 kg
Max. Zuladung120 kg
Maße zusammengeklappt1143 × 570 × 507 mm
AppSegway Mobility App, Apple Find My
Mindestalter (Hersteller)14 Jahre

Motor: 900 W Spitze, 22 % Steigung

Segway gibt für den bürstenlosen Motor 900 W Spitzenleistung an. In der Datentabelle steht zusätzlich ein Wert von 450 W; nach der üblichen Lesart ist das die Dauerleistung. Wichtig ist der Unterschied, weil § 1 der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) für E-Scooter eine Nenndauerleistung von höchstens 500 W erlaubt. Die Spitzenleistung darf kurzzeitig darüber liegen; sie sorgt für Zug beim Anfahren und am Berg, nicht für mehr Tempo. Warum das so ist, erklären wir ausführlich im Ratgeber Motor, Watt, Volt und Controller.

Die Steigfähigkeit liegt laut Hersteller bei bis zu 22 %. Für eine normale Brückenauffahrt oder die Tiefgaragenrampe reicht das; für sehr steile Altstadtgassen in Stuttgart oder Wuppertal sollten Sie eher zu einem kräftigeren Modell greifen. Gemessen wurde laut Segway mit vollem Akku, 75 kg Last und bei 25 °C. Schwere Fahrer werden an langen Anstiegen langsamer.

Drei Fahrmodi (Eco, Standard, Sport) stehen zur Wahl. Die Höchstgeschwindigkeit ist wie bei allen zugelassenen E-Scootern auf 20 km/h begrenzt.

Akku und Reichweite: 460 Wh

Der Akku hat 460 Wh bei 36 V. Segway verspricht bis zu 65 km im Eco-Modus und bis zu 50 km im Sport-Modus bei 20 km/h. Die zweite Zahl ist für die Praxis aussagekräftiger, weil die meisten Pendler mit voller Geschwindigkeit fahren. Die Reichweitenverlängerung nennt Segway „SegRange“ – eine Eigenentwicklung, deren Funktionsweise die Produktseite nicht näher erklärt.

Rechnen Sie bei der Planung mit Reserve. Kälte, Gegenwind, höheres Fahrergewicht und Steigungen senken die Reichweite deutlich, und Segway weist selbst darauf hin, dass die Werte unter festgelegten Bedingungen ermittelt wurden. Wer täglich zweimal 12 km pendelt, sollte trotzdem nicht jeden zweiten Tag laden müssen.

Weniger erfreulich ist die Ladezeit von rund 8 Stunden. Über Nacht ist das kein Problem, für schnelles Nachladen im Büro aber zu lang. Zum Laden gibt Segway einen Hinweis: Wurde der Scooter unter 0 °C gelagert, sollte er vor dem Laden auf über 5 °C erwärmt werden. Laden Sie ihn außerdem nie nass.

Reifen und Federung

Die 10-Zoll-Schlauchlosreifen haben laut Segway eine Gelschicht, die kleine Löcher selbst abdichtet. Platten durch Glassplitter auf dem Radweg sind damit seltener ein Thema als bei Schlauchreifen.

Gefedert wird nur vorne, mit einer Doppelfederung und 30 mm Federweg. Das ist mehr als bei vielen Einsteigern, aber weniger als bei Modellen mit Federung vorn und hinten wie dem NAVEE GT3 oder dem Segway-Ninebot MAX G2 D. Auf glattem Asphalt fällt das kaum auf; auf Kopfsteinpflaster und an abgesenkten Bordsteinen spüren Sie Stöße am Hinterrad deutlicher.

Bremsen und Sicherheit

Segway beschreibt ein Doppelbremssystem mit Scheibenbremse vorne und elektronischer Bremse hinten. In der Datentabelle derselben Seite steht für hinten allerdings „Scheiben- und elektronische Bremse“. Welche Angabe für das bei Amazon verkaufte Modell zutrifft, können wir nicht klären. Die eKFV verlangt in § 4 zwei voneinander unabhängige Bremsen; diese Anforderung prüft das Kraftfahrt-Bundesamt im Rahmen der ABE.

Die Traktionskontrolle (TCS) soll laut Segway ein Durchdrehen des Antriebsrads auf nassem Laub oder Kopfsteinpflaster verhindern. Dazu kommen ein Bremslicht, zertifizierte Reflektoren, IPX5-Wasserschutz und integrierte Blinker vorn und hinten. Mit der Änderung der eKFV werden Blinker für neu in Verkehr gebrachte E-Scooter Pflicht, laut Bundesregierung ab 2027; Bestandsfahrzeuge ohne Blinker dürfen weiterfahren. Mit Blinkern müssen Sie beim Abbiegen nicht die Hand vom Lenker nehmen – gerade bei Regen ein echter Sicherheitsgewinn.

Ein Detail, das Sie kennen sollten: Die Segway-Produktseite, auf die wir uns stützen, ist die irische Länderseite. Dort steht ein Hinweis, dass das Produkt nicht auf öffentlichen Straßen zugelassen sei – das bezieht sich auf die Rechtslage in Irland. Für Deutschland zählt die ABE. Das KBA-Verzeichnis führt für Segway Europe eine ABE mit der Typbezeichnung F2 II; die Handelsbezeichnung ist dort nicht angegeben. Prüfen Sie deshalb das Fabrikschild am Roller: Es muss eine ABE-Nummer tragen. Außerdem nennt die irische Seite eine elektronische Hupe, während § 6 eKFV in Deutschland eine helltönende Glocke vorschreibt; die deutsche D-Version sollte entsprechend ausgestattet sein.

Gewicht, Klappmechanismus und Alltag

Mit 17,3 kg ist der F2 Pro D II der leichteste Erwachsenen-Scooter in unserem Vergleich. Das macht ihn interessant für alle, die den Roller in den dritten Stock tragen oder im Zug mitnehmen. Die Deutsche Bahn erlaubt E-Scooter in allen Fernverkehrszügen; zusammengeklappt gelten sie als Handgepäck und fahren kostenlos mit. Den Akku dürfen Sie während der Fahrt nicht laden.

Die Bedienung läuft über ein Farbdisplay mit Geschwindigkeit, Akkustand, Fahrmodus und Wartungshinweisen. Über die Segway Mobility App lässt sich ein Alarm aus der Ferne aktivieren; mit Apple Find My können iPhone-Nutzer den Roller orten. Einen Diebstahl verhindert das nicht, erleichtert aber die Suche. Eine Halterung für das Versicherungskennzeichen ist laut Segway vorhanden.

Für wen eignet sich der F2 Pro D II?

Gut geeignet für:

  • Pendler mit Strecken bis etwa 20 km pro Weg, die den Roller oft tragen müssen.
  • Fahrer, die Blinker und Traktionskontrolle wollen, ohne zum schweren MAX zu greifen.
  • Kombination mit Bahn und Bus, soweit der Verkehrsverbund das erlaubt.

Weniger geeignet für:

  • Viel Kopfsteinpflaster und schlechte Radwege (keine Hinterradfederung).
  • Sehr steile Strecken mit hohem Fahrergewicht.
  • Wer den Akku tagsüber schnell nachladen will.

Alternativen

Mehr Komfort und Reichweite bietet der Segway-Ninebot MAX G2 D mit Federung vorn und hinten, dafür ist er spürbar schwerer. Günstiger und ebenfalls mit Blinkern und Federung vorn und hinten ausgestattet ist der NAVEE GT3, allerdings mit kleinerem Akku. Wer mehr Fahrkomfort durch breite Reifen sucht, schaut sich den NIU KQi 300P an. Alle Modelle im Überblick finden Sie im E-Scooter-Vergleich 2026.

Unser Fazit

Der Segway-Ninebot F2 Pro D II ist ein ausgewogener Pendler-Scooter: leicht, mit Blinkern, Traktionskontrolle, pannenresistenten Reifen und einer Reichweite, die für die meisten Arbeitswege mehrere Tage reicht. Die Kompromisse sind die fehlende Hinterradfederung und die lange Ladezeit. Wer überwiegend auf Asphalt unterwegs ist und den Roller regelmäßig tragen muss, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket.

Quellen

Häufige Fragen

Hat der Segway-Ninebot F2 Pro D II eine Straßenzulassung?

Das Angebot bei Amazon wird ausdrücklich als E-Scooter mit deutscher Straßenzulassung beschrieben. Für Segway Europe führt das Kraftfahrt-Bundesamt eine ABE mit der Typbezeichnung F2 II. Prüfen Sie nach dem Kauf, ob das Fabrikschild eine ABE-Nummer trägt, und besorgen Sie eine Versicherungsplakette.

Wie weit kommt man mit dem F2 Pro D II?

Segway nennt bis zu 65 km im Eco-Modus und bis zu 50 km im Sport-Modus bei 20 km/h. Gemessen wurde laut Hersteller mit vollem Akku, 75 kg Last, 25 °C und auf ebener Strecke. Im Winter, mit mehr Gewicht oder bergauf ist mit weniger zu rechnen.

Wie schwer ist der F2 Pro D II?

Die Segway-Produktseite gibt 17,3 kg Nettogewicht an. Zusammengeklappt misst er 1143 × 570 × 507 mm.

Wie viel darf der Fahrer wiegen?

Die maximale Zuladung liegt laut Segway und Amazon-Beschreibung bei 120 kg.

Ab welchem Alter darf man den F2 Pro D II fahren?

Segway nennt ein Mindestalter von 14 Jahren. Das entspricht § 3 der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung, nach dem E-Scooter ab dem vollendeten 14. Lebensjahr gefahren werden dürfen.