Bewertung

Egret X Core: Bewertung 2026

Egret X Core im Detail: 12,5-Zoll-Luftreifen, 499-Wh-Akku, Scheibenbremsen, 21,8 kg und das ADAC-Ergebnis 2026. Für wen der Hamburger Scooter passt.

Redaktion von Beste E-Scooter Veröffentlicht am
Egret X Core

Egret X Core

4,2

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Der Egret X Core ist ein leichter, sicher bremsender Stadtscooter mit großen Reifen. Für flache Pendelstrecken passt er gut, für Hügel und lange Strecken gibt es stärkere Modelle.

Stärken

  • ADAC-Note 2,3 („gut“), gute Bremsleistung und sicheres Fahrverhalten
  • Große 12,5-Zoll-Luftreifen, breiter Lenker
  • Mit 21,8 kg leichter als die meisten Modelle mit 12-Zoll-Rädern
  • 130 kg Traglast, Wegfahrsperre per App oder PIN

Schwächen

  • Keine Federung hinten, nur 20 mm Federweg vorn
  • Keine Energierückgewinnung, schwach am Berg laut ADAC
  • ADAC maß 38,5 km statt 55 km Reichweite

Der Egret X Core in Kürze

Egret ist eine Scooter-Marke aus Hamburg; als Anbieter nennt der ADAC die Walberg Urban Electrics GmbH. Der X Core ist das Einstiegsmodell der X-Serie, die auf 12,5-Zoll-Luftreifen setzt und damit größere Räder hat als fast alle Scooter im Vergleich. Bei Amazon kostet er derzeit preis ansehen. Die Käufer vergeben 4,2 von 5 Sternen, allerdings aus nur 17 Bewertungen – ein erstes, noch kein belastbares Bild.

Belastbarer ist das Ergebnis des ADAC: Im E-Scooter-Vergleich 2026 erhielt der X Core die Note 2,3 („gut“) und lag auf Platz 4 von zehn Modellen.

Wir haben die Angaben der offiziellen Egret-Seite zur X-Serie, die Ergebnisse des ADAC und die Produktbeschreibung bei Amazon zusammengetragen. Einen eigenen Fahrversuch gab es nicht.

Technische Daten laut Hersteller

MerkmalEgret X Core
Motormax. 902 W, 24 Nm (Amazon: 500 W Motorleistung)
Höchstgeschwindigkeit20 km/h, Modi Eco, Tour, Sport
AkkuLithium-Ionen, 37 V, 13,5 Ah, 499 Wh, Smart-BMS
Reichweitebis 55 km (ADAC gemessen: 38,5 km)
Ladezeitca. 6,5 Stunden (ADAC gemessen: 7 Std. 5 Min.)
Steigfähigkeit22 %
Bremsenmechanische Scheibenbremsen, 160 mm, mit Motorabschaltung
FederungFedergabel vorn, 20 mm; hinten keine
Reifen12,5 Zoll, Luftreifen, Autoventil
WasserschutzIPX5 (Scooter), IPX7 (Akku)
Gewicht21,8 kg (ADAC gemessen: 21,7 kg)
Max. Zuladung130 kg
Maße aufgeklappt / gefaltet131 × 67 × 122 cm / 129 × 67 × 60 cm
Trittbrett / Bodenfreiheit17 × 46 cm / 8 cm
LichtLED-Frontlicht 40 Lux, LED-Rücklicht mit Bremslicht
Blinkerlaut Herstellerseite vorn
ExtrasApp, Wegfahrsperre per App oder PIN, Aufnahme für Rahmenschloss, USB-A, mechanische Klingel
Rekuperationkeine
Garantie2 Jahre

Was der ADAC festgestellt hat

Der ADAC vergab für den X Core die Gesamtnote 2,3. Die Teilnoten: Fahren 2,6, Komfort 2,1, Handhabung 2,6, Sicherheit und Haltbarkeit 2,0, Schadstoffe 2,0.

Stärken laut ADAC: sicheres Fahrverhalten, gute Bremsleistung, breiter Lenker, gute Ergonomie der Griffe, gute Bedienelemente und ein spezieller Tragebügel, der den Transport erleichtert.

Schwächen laut ADAC: geringe Leistung an Steigungen, ein Frontlicht mit schlechter Ausleuchtung, keine Energierückgewinnung, eine für den Fahrer schlecht erkennbare Blinkeranzeige, geringer Fahrkomfort durch die fehlende Hinterradfederung und ein Display, das bei Sonne schlecht ablesbar ist. In der Übersicht lobt der ADAC dagegen die gute Sichtbarkeit der Egret-Blinker von der Seite – für andere Verkehrsteilnehmer funktionieren sie also, nur die Kontrollanzeige für den Fahrer ist schwach.

Motor und Leistung

Bei der Motorleistung muss man genau hinsehen. Die Produktbeschreibung bei Amazon nennt einen 500-W-Motor mit bis zu 900 W Spitzenleistung. Die Herstellerseite und der ADAC nennen 902 W maximale Leistung und 24 Nm Drehmoment; eine Nennleistung gibt Egret auf der Seite nicht an. Für die Zulassung zählt nach eKFV die Nenndauerleistung, die höchstens 500 W betragen darf. Mehr zu Nenn- und Spitzenleistung im Ratgeber Motor, Watt und Volt verstehen.

Im Alltag zeigt sich der Unterschied am Berg: Der ADAC kritisiert ausdrücklich die geringe Leistung bei Steigungen. Egret selbst gibt 22 % Steigfähigkeit an. Das Schwestermodell X core+ hat laut Egret 28 Nm und 23 %, der X prime 41 Nm und 25 %. Wer in einer hügeligen Stadt wohnt, sollte das einplanen.

Akku, Reichweite und Laden

Der Akku hat 499 Wh bei 37 V (Amazon: 36 V) und 13,5 Ah. Egret nennt eine Reichweite von bis zu 55 km im Eco-Modus. Der ADAC hat mit 90 kg Fahrergewicht bei 20 bis 22 km/h 38,5 km gemessen, also rund 30 % weniger. Ein Grund: Der X Core ist laut ADAC das einzige Modell im Vergleich ohne Energierückgewinnung. Beim Bremsen und Rollen fließt also keine Energie zurück in den Akku.

Die Ladezeit gibt Egret mit rund 6,5 Stunden an, der ADAC maß 7 Stunden 5 Minuten und kritisiert sie in der Übersicht als zu lang. Das Ladegerät liefert laut Egret 42 V bei 2 A. Der Akku ist nach EN 50604-1 zertifiziert.

Reifen, Federung und Komfort

Die 12,5-Zoll-Luftreifen sind das Markenzeichen der X-Serie. Große Räder mit Luft rollen leichter über Bordsteinkanten und Kopfsteinpflaster und bieten mehr Grip als kleine Vollgummireifen. Laut Amazon-Beschreibung eignen sie sich auch für Schotter. Der Reifendruck liegt laut ADAC bei 2,2 bis 3,0 bar, aufgepumpt wird über ein Autoventil – praktisch, weil jede Tankstelle passt.

Der Kompromiss liegt in der Federung: Vorn arbeitet eine Federgabel mit nur 20 mm Federweg, hinten gibt es keine Federung. Der ADAC bewertet den Fahrkomfort deshalb als gering. Die großen Luftreifen fangen einen Teil der Stöße ab, ersetzen aber keine Hinterradfederung, wie sie der Xiaomi E-Scooter 6 Max oder der Segway-Ninebot MAX G2 D haben.

Bremsen, Licht und Sicherheit

Gebremst wird mit mechanischen Scheibenbremsen vorn und hinten (160 mm), beim Bremsen schaltet der Motor elektrisch ab. Der ADAC bescheinigt eine gute Bremsleistung. Die eKFV-Anforderung von zwei unabhängigen Bremsen ist damit erfüllt.

Beim Licht schneidet der X Core schwächer ab: Das Frontlicht mit 40 Lux leuchtet laut ADAC schlecht aus, eine Lichtautomatik gibt es laut Egret nicht. Das Rücklicht hat eine Bremslichtfunktion. Die Herstellerseite führt beim X Core Blinker vorn auf; hintere Blinker nennt sie erst für X prime und X ultra. Laut Bundesverkehrsministerium werden Blinker für neu produzierte Elektrokleinstfahrzeuge ab 2027 Pflicht; Fahrzeuge, die vorher in Verkehr gebracht wurden, dürfen ohne Nachrüstung weiter fahren.

Gegen Diebstahl hilft eine Wegfahrsperre per App oder PIN; am Rahmen ist eine Aufnahme für ein optionales Schloss vorhanden.

Gewicht und Alltag

Mit 21,8 kg (ADAC: 21,7 kg) ist der X Core für einen Scooter mit so großen Rädern vergleichsweise leicht – rund 8 kg leichter als der Xiaomi 6 Max. Dazu kommt der vom ADAC gelobte Tragebügel. Gefaltet misst er 129 × 67 × 60 cm. Wer den Scooter in die Wohnung trägt oder mit der S-Bahn kombiniert, profitiert davon spürbar.

Weniger praktisch: Die Bodenfreiheit von 8 cm ist gering, an hohen Bordsteinen sollte man vorsichtig sein. Über die USB-A-Buchse lässt sich unterwegs das Handy laden. Das Display zeigt Geschwindigkeit, Modus, Akkustand, Restreichweite (berechnet aus den letzten 5 km) und Strecke, ist laut ADAC bei Sonne aber schlecht ablesbar.

Rechtliches

Egret gibt für den X Core eine deutsche Straßenzulassung nach eKFV für Radwege und Straßen an, Amazon nennt eine ABE. Pflicht ist eine Versicherungsplakette, ein Führerschein ist nicht nötig. Egret nennt ein Mindestalter von 14 Jahren, wie das Gesetz. Laut GDV läuft das Versicherungsjahr vom 1. März bis zum 28. Februar. Eine Helmpflicht gibt es nicht. Mehr dazu im Ratgeber Straßenzulassung, ABE und Versicherung und für Familien im Ratgeber E-Scooter für Kinder und Jugendliche.

Für wen eignet sich der Egret X Core?

Gut geeignet für:

  • Pendler auf überwiegend flachen Strecken, die große Räder und gute Bremsen wollen.
  • Wer den Scooter oft tragen oder in Bus und Bahn mitnehmen muss.
  • Jugendliche ab 14, für die der Hersteller den Scooter ausdrücklich freigibt.

Weniger geeignet für:

  • Fahrer in hügeligen Städten.
  • Wer viel auf Kopfsteinpflaster fährt und eine Hinterradfederung vermisst.
  • Wer viel im Dunkeln auf unbeleuchteten Wegen unterwegs ist.

Alternativen

Mehr Komfort und stärkere Bremsen bei ähnlichem Preis bietet der Xiaomi E-Scooter 6 Max (ADAC-Note 2,2), allerdings mit rund 8 kg mehr Gewicht. Günstiger mit Federung an beiden Rädern ist der Xiaomi E-Scooter 6 Pro. Wer viel Akku und Federung sucht, findet sie im Segway-Ninebot MAX G2 D. Den Überblick über alle zehn Modelle gibt der E-Scooter-Vergleich 2026.

Unser Fazit

Der Egret X Core ist ein vergleichsweise leichter Stadtscooter mit großen 12,5-Zoll-Luftreifen, guten Scheibenbremsen und 130 kg Zuladung. Der ADAC bestätigt mit der Note 2,3 ein sicheres Fahrverhalten. Die Schwächen sind klar benannt: wenig Kraft am Berg, keine Rekuperation, keine Hinterradfederung, ein schwaches Frontlicht und eine reale Reichweite deutlich unter der Herstellerangabe. Für flache Pendelstrecken und alle, die ihren Scooter oft tragen, ist er eine gute Wahl.

Quellen

Häufige Fragen

Wie hat der ADAC den Egret X Core bewertet?

Im E-Scooter-Vergleich 2026 des ADAC erhielt der X Core die Gesamtnote 2,3 („gut“). Gelobt wurden sicheres Fahrverhalten, gute Bremsleistung, breiter Lenker und der Tragebügel; kritisiert wurden die geringe Leistung am Berg, das Frontlicht und die fehlende Hinterradfederung.

Wie weit kommt der Egret X Core mit einer Ladung?

Egret nennt bis zu 55 km. Der ADAC hat auf dem Prüfstand mit 90 kg Fahrergewicht 38,5 km gemessen. Für 10 bis 15 km Arbeitsweg pro Richtung reicht das für einen Tag hin und zurück.

Hat der Egret X Core eine Straßenzulassung?

Ja. Egret gibt eine deutsche Straßenzulassung nach eKFV an, die Produktbeschreibung bei Amazon nennt eine ABE. Sie brauchen eine Versicherungsplakette; ein Führerschein ist nicht nötig.

Wie schwer ist der Egret X Core?

Laut Hersteller 21,8 kg, der ADAC hat 21,7 kg gewogen. Dank eines speziellen Tragebügels ist er laut ADAC einfach zu transportieren.

Wer steckt hinter Egret?

Laut ADAC ist der Anbieter die Walberg Urban Electrics GmbH aus Hamburg.